Dieses Wochenende sind wir mal runter von der Insel und ab nach Hong Kong geflogen. Hong Kong liegt nur etwa 800km Luftlinie entfernt von Taipei und man ist dort mit dem Flieger in nur 1 Stunde und 40 Minuten. Und der Flug ist auch mit 170€ für Hin- und Rückflug nicht besonders teuer. Also Flug gebucht und Koffer gepackt! Jacky ist auch mitgekommen um seine Freundin die aus Hong Kong ist zu besuchen. Da sich irgendwie das Flugzeug geändert hatte, hatte ich per SMS neue Sitzplätze zu geschickt bekommen, aber mich nicht sonderlich drum gekümmert. Also kein Problem, angekommen im Flieger haben wir unsere Sitzreihe gesucht, Reihe 6 war nicht zu finden denn es fing direkt mit 15 oder sowas an. Also eine Stewardess gefragt, die zeigte nach oben und meinte “Upstairs”. Was? Oben? Wir haben doch tatsächlich in der Business Class gesessen, oben in der 747. Wow ziemlich genial war das, so viel Platz.
Das war schon mal das erste tolle Erlebnis und wir haben noch nicht mal Taiwan verlassen.
Danke China Airlines!
Okay angekommen in Hong Kong, wurden wir von Jackys Freundin abgeholt und sind dann direkt mit dem Zug nach Hong Kong Central gefahren, ging sehr fix und war ziemlich gemütlich und man konnte direkt ein paar Hochhäuser bestaunen. Angekommen am Bahnhof wollten wir mit dem Taxi zum Hotel. Ab zum Taxistand – hmm so etwas gibt es hier wohl nicht – nur 3 sehr lange Menschenschlangen die auf Taxis warten und alle paar Minuten kommt mal eins oder auch mal zwei. Haben da bestimmt 30 Minuten gebraucht bis wir mal an der Reihe waren, lieben es die Hong Konger (sagt man das so? oder Hong Kongnesen?) sich auch in langen Schlangen anzustellen? Als wir dann endlich ein Taxi hatten der erste Schreck, hatte ja fast vergessen, dass die auf der falschen Seite fahren.
Und eine andere Überraschung war, dass Taxi fahren noch billiger ist als in Taiwan. Ich glaube wir haben nicht mal 2 Euro bezahlt. Unser Hotel war auf Hong Kong Island, das Hotel hatte insgesamt 25 Stockwerke und wir waren im 22 Stock untergebracht und hatten ein ziemlich gutes Zimmer muss ich sagen. wahnsinnig schöner Blick, leider in Richtung Berg und nicht Richtung Hafen. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben, haben wir uns etwas zu Essen geholt und sind mit dem Taxi zum Central Pier gefahren um mit einem alten Schiff, AquaLuna – Link , eine Runde durch den Hafen zu drehen. Das Schiff war ziemlich genial, riesige Couchsessel mit großen Kissen und dazu relaxte Loungemusik und ein Drink war inklusive. Und der Blick auf die City und die atemberaubende Skyline ist vom Wasser aus kaum zu überbieten. Leider konnten wir mitgebrachtes Essen nicht auf dem Schiff essen, aber die Crew hat es für uns warm gehalten.
Nachdem wir einmal die Runde gedreht haben und nach 45 Minuten wieder am Central Pier angekommen sind haben wir dann am Wasser unser Essen gegessen. Danach sind wir dann zu unserm Hotel gelaufen, zumindest haben wir das versucht. Es ist ziemlich schwer sich zu orientieren wenn jedes Haus mindesten 25 Stockwerke hat man kann sich an keinem Punkte orientieren. Nach mehrmaligem Nachfragen haben wir es dann irgendwann geschafft und sind ziemlich kaputt ins Bett gefallen.





























Am nächsten Morgen haben wir zuerst in der Nähe des Hotels gefrühstückt und das Essen hat mich ziemlich an England erinnert. Eigentlich hat mich Hong Kong insgesamt sehr an London erinnert. Es kam mir vor wie London sehr zusammengepresst mit unglaublich vielen Asiaten. Naja auf jeden Fall ist Hong Kong keine richtige asiatische Stadt, es war für mich mehr wie ein Trip zurück nach Europa. Egal, wir haben also unseren Buttertoast mit Speck gegessen und sind dann nach Tung Chung ganz in den Westen Hong Kong auf Lantau Island gefahren, um dort mit der Ngong Ping Seilbahn zum großen Buddha (Tian Tan Buddha – 天壇大佛) zu fahren. Als wir dann in der ziemlich langen Warteschlange gewartet haben, haben wir überlegt ob wir mit der Glasboden- oder der normalen Gondel fahren. Da Jacky und Ich etwas Höhenangst haben waren wir zu erst dagegen und die Mädels dafür, aber da wir beide ja Männer sind haben wir uns dann doch für das Glasbodenerlebnis entschieden. 
Und es war nicht wirklich schlimm, dafür war es eine atemberaubende Aussicht. Zuerst der Hong Kong International Airport auf der rechten Seite und dann diese ganzen Berge und Schluchten und am Ende saß da dieser riesige Buddha auf dem Berg. Das sah ziemlich verrückt aus. Oben angekommen war da ein großes Dorf, das nur aus Shops und Restaurants bestand, es wurde wohl nur für Touristen errichtet. Wir sind dann direkt zum Buddha gepilgert, welcher mit jedem Schritt immer größer wurde. Dann unten an der Treppe die hoch zum Buddha angekommen waren wir schon etwas k.o. aber die etlichen Stufen gaben uns dann den Rest.
Oben angekommen war es einfach genial und auch der Ausblick den der Buddha hat war toll. Wir sind danach wieder zurück gefahren, dieses Mal in einer normalen Gondel. Unten angekommen sind wir dann in das Outlet-Shoppingcenter gegangen und haben dort etwas geshoppt und waren auch in einem speziellen Restaurant essen. Dort gab es Hong Kongs Spezialitäten – Dim Sum 點心 – das sind viele kleine unterschiedliche Gerichte die nach einander serviert werden. Wir, mehr Jacky und seine Freundin, haben 9 verschiedene Sachen bestellt. Kann mich nicht mehr so genau in die Namen der Sachen erinnern, eins war Qualle mit Gurke, eine Art Dumpling mit Shrimps und eine Art Kuchen. Außerdem gab es zwei außerordentlich leckere Tees, die immer wieder nachgefüllt werden. Ach ja die Hong Konger haben eine sehr lustige Angewohnheit, die sie vor jedem Essen machen, sie waschen ihr Besteck am Platz. Dafür gibt es extra Wasser und dann werden die Stäbchen und der Löffel ordentlich geputzt, denn sie denken es ist nicht richtig sauber. Sollte das mir zu denken geben? 
Danach sind wir in eine Shoppingstraße gegangen, da war es extrem voll und überall essen, trinken und shoppen. Und dann waren wir noch auf dem Ladies′ Market -女人街 in Mong Kok, eine Art Nachtmarkt (ja die gibt es auch in Hong Kong). Wieder Menschen über Menschen. Danach gab es wieder etwas zu essen in einem typischen Hong Kong Restaurant, es gab Reis der in Tontöpfen auf offenem Feuer gekocht wurde. Dadurch war der Reis unten angebrannt und hatte rauchiges Aroma dazu gab es dann Chicken, Beef oder Hühnerfuß. Den Hühnerfuß haben wir beide aber den anderen überlassen. 
Danach sind wir dann noch zur Avenue of Stars und sind an der Promenade entlang gelaufen und haben die Skyline genossen und ein paar Fotos gemacht. Außerdem haben wir Fotos von uns machen lassen, dort stehen reihenweise Fotografen gleich mit Fotodrucker. Mal stellt sich vor die Skyline und zack hat man das Foto in der Hand. Leider haben wir die Symphony of Lights, eine 12 minütige Lichtshow der Hochhäuser in Kowloon, verpasst.
Okay dann sind wir mit der Fähre, wieder rüber nach Kowloon, denn wir wollten noch hoch auf den Peak – 太平山. Hoch geht es mit einer seeeehr steilen Standseilbahn, die höchste Steigung ist 51%, da drückt es einen schon sehr in den Sitz. Die alte Bahn rumpelt aber sehr gemütlich den Berg hoch. Oben angekommen war es ziemlich kühl, aber der Ausblick war gigantisch. Man kann den ganzen Hafen überblicken und man sieht, dass in Hong Kong jeder kleine Zentimeter bebaut ist und das es eigentlich nur Hochhäuser gibt. Einfach unglaublich! Wow das war ein langer Tag, so viel gesehen und dann total erschöpft ins Bett gefallen.






























































Am Sonntag sind wir dann mit dem Schnellboot nach Macau (澳門) rüber gefahren, da ich das unbedingt auch noch sehen wollte, wenn man schon mal in der Nähe ist. Am Central Pier ein Ticket gekauft, hat etwa 60 Euro gekostet für Hin und Zurück und die Überfahrt dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten. Wir hatten noch etwas Zeit und haben dann erstmal gefrühstückt. Das Restaurant hatte macauisches Frühstück, hat mich wieder an England erinnert. Es gab einen Buttertoast mit Schinken und dazu eine wässrige Suppe mit Nudeln drin. War ziemlich komisch, hat aber nicht schlecht geschmeckt. Oh wir haben die Zeit fast vergessen, also nun schnell rein. Wir mussten ja noch Ausreisen, was ja immer Zeit kostet. Dann am Boot angekommen haben wir einen Sticker mit einer Nummer auf unser Ticket bekommen, welcher wohl unser Sitzplatz sein soll. Nummer 6 E und F, hmm komisch Reihe 6 war wieder nicht auffindbar. Also wieder gefragt und die gleiche Aussage: “Upstairs” – Was? schon wieder? Und ja wir haben schon wieder in der Business Class gesessen.
Die Überfahrt war sehr angenehm, man konnte zahlreiche Inseln sehen und einige Schiffe. Dann in Macau angekommen herrschte das totale Chaos bei der Einreise, Menschen über Menschen in unzähligen Schlangen, wir haben fast 1 Stunde und 30 Minuten gebraucht um einzureisen. Die Stimmung war da ziemlich gedrückt, da wir ja um 17 Uhr wieder mit dem Boot zurück mussten und nicht viel Zeit hatten. Egal als wir dann drin waren, in Macau, und draußen, aus dem Hafengebäude, lachte uns die Sonne an. Ein sonniger, sehr warmer Sonntag, es war auch der 1. Advent. Wahnsinn, das in Deutschland Winter ist konnte man bei dem Anblick nicht glauben.
Als wir dann draußen waren haben wir überlegt wie wir in die Innenstadt kommen und da standen eine Menge Rikscha-Fahrer, die wohl Touris wie uns abzocken wollen. Wir sind trotzdem mit gefahren, wahrscheinlich hat er uns auch abgezockt aber ich habe gehandelt und mich deshalb nicht abgezockt gefühlt. 
Er hat uns dann auch die Sehenswürdigkeiten Macaus gezeigt: “Casino” (zeigt nach rechts), “Casino” (zeigt nach links), ein paar Meter weiter: “Casino” (zeigt nach links) so ging das eigentlich die ganze Fahrt.
War eigentlich ganz lustig, auch wenn es teilweise ziemlich Angst einflößend war mit dem klapprigen Fahrrad auf der breiten Straße mit den Bussen und Autos zu fahren. Angekommen im alten Zentrum Macaus sind wir dann Richtung der Ruinen der Pauluskirche (Ruinas de São Paulo), auf dem Weg dahin sind wir durch sehr südeuropäisch wirkende Straßen gelaufen. Wenn da nicht diese Chinesischen Zeichen und die ganzen Asiaten gewesen wären, hätte man denken können man ist in Südeuropa. An der Ruine angekommen haben wir ein paar Fotos gemacht und sind dann noch hoch zum Macau’s Monte Fort, welches direkt über den Ruinen auf einem Hügel liegt. Danach sind wir dann noch durch die Straßen geschlendert in Richtung des Grand Lisboa Casino (新葡京), welches die Skyline Macaus ziemlich prägt. Da wir nicht mehr so viel Geld hatten und auch keines mehr holen wollten waren wir im Kasino sehr vorsichtig. Kathrin hat umgerechnet einen Euro an einem Einarmingen Banditen verloren und ich habe meine 5 Euro beim Roulette wieder raus bekommen, nachdem ich schon auf 12 € war. 
Naja danach sind wir mit dem Taxi zur Fähre und dann schnell rüber nach Hong Kong, wo Jacky und seine Freundin schon auf uns gewartet haben.

















































Wir sind dann direkt zum Flughafen und das war dann auch schon unser Hong Kong und Macau Trip.
Zusammenfassend kann ich sagen, ein Wochenende ist zu kurz, aber es hat Spaß gemacht, es war atemberaubend, es war anders aber vor allem es war schön. Nächstes Mal müsste man etwas länger bleiben.
Grüße Chris